Gartenarbeiten

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Vom Pflanzenschutzamt Berlin wird in zeitlichen Abständen ein
Berliner Gartenbrief „Tipps für den Haus- und Kleingarten“ herausgegeben.

Dieser kann direkt im Internet unter
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/tipps/

eingesehen werden.
Gartenbriefe
Gartenbrief Nr 19-18

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Durch Recherche im Internet werden durch
Stephan Jatzev monatliche Gartentipps erarbeitet. 
Gartentipps

Garten Tipps im Februar

  • Allgemeine Tipps
  • Sobald der Boden dauerhaft aufgetaut ist, können Sie mit dem Pflanzen von Obst– und Ziergehölzen sowie Stauden, Gräsern und Kräutern beginnen.
  • Reifer Gartenkompost ist ein ideales Bodenverbesserungsmittel: Volle Silos werden jetzt geleert und in Beete durch zwei Spaten tiefes Umgraben eingearbeitet.
  • Holzasche aus dem Kamin können Sie als Kaliumdünger im Garten ausbringen. Aber nicht mehr als 3 l auf 10 qm Fläche verteilen. Holzasche darf auch auf den Kompost.
  • Pflanzen mit starkem Nährstoffbedarf (Starkzehrer wie Rosen und viele Gemüsearten) sollten bereits vor dem Austrieb mit organischem Dünger versorgt werden: Heben Sie dafür drei Litern Kompost und 50 Gramm Hornspänen pro Quadratmeter unter die Gartenerde.
  • Verwenden Sie Kaffeesatz als Dünger: Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen und Eriken verlangen einen Boden, der leicht sauer und gleichmäßig feucht ist. Hier können Sie Kaffeesatz gleichmäßig in die Pflanzerde einarbeiten. Das senkt den pH-Wert des Bodens und dient als Stickstofflieferant.
  • Mischen Sie sich Ihre Anzuchterde selbst: Reifen Kompost, Sand und Gartenerde zu gleichen Teilen mischen und im Backofen (ca. 30 Minuten bei 200 Grad) sterilisieren – anschließend sieben
  • Schnecken überwintern im Boden. Jetzt, wenn der Boden frostfrei ist, lassen sie sich besonders effektiv bekämpfen.
  • Beginnen Sie frühzeitig damit, Giersch zu bekämpfen: Er liebt schattige, Humus- und nährstoffreiche Böden und sollte – sobald sich erste Sprosse zeigen mit der Grabegabel sorgfältig mitsamt Wurzelgeflecht entfernt werden.
  • Nistkästen dienen Meisen und anderen Vögeln als Winterquartier und sollten spätestens jetzt gesäubert werden.

Bäume & Sträucher

  • Im Februar ist die beste Zeit für den Schnitt von Obst- und Ziergehölzen; jetzt sind keine Frostschäden mehr zu befürchten, und die Gehölze sind noch in der Saftruhe. Vernachlässigte Bäume und verwilderte Hecken vertragen das Verjüngen jetzt am besten. Sobald die Schnittwunden bluten, ist die Zeit zum Schneiden vorbei.
  • Sommerblühende Sträucher wie Schmetterlingsflieder oder Bartblume werden jetzt kräftig zurückgeschnitten, um viele Blütentriebe wachsen zu lassen. Je später der Rückschnitt erfolgt, desto später blüht der Strauch.
  • Beseitigen Sie jetzt Frostschäden an immergrünen Sträuchern wie Kirschlorbeer und Stechpalme: Vertrocknete Pflanzenteile schneiden Sie bis ins gesunde Saft-Holz zurück.
  • Anbindestellen bei Gehölzen kontrollieren. Zu enge Stricke lockern und neu binden. Ideal dafür sind Kokosschnüre oder leicht elastische Bindegurte.
  • Nutzen Sie die Vegetationsruhe, um Sträucher und (Obst-)Bäume umzupflanzen: Triebe zusammenbinden, Wurzelballen abstechen, neues, größeres Pflanzloch graben, Strauch mit Gartenerde, Kompost und Wasser einpflanzen.

Obst & Gemüse

  • Frühbeet für die erste Aussaat vorbereiten: Ab Ende Februar lässt sich das Glashaus oder Frühbeet für die Aussaat von Salat, Spinat, Kohlrabi und Radieschen nutzen.
  • Februarsonne kann im Frühbeet und Gewächshaus schon für recht hohe Temperaturen sorgen: Lüften Sie ihr Treibhaus daher zur Mittagszeit, das härtet die Pflanzen ab!
  • Frühkartoffeln zum Vorkeimen in eine flache Kiste legen und an einen hellen Ort stellen.
  • Im Haus beginnt jetzt die Anzucht von Gemüse und Sommerblumen. Tomaten, Paprika und Auberginen am Zimmerfenster aussäen.
  • Winterhartes Gemüse bleibt bis zur Ernte im Garten: Grün- und Rosenkohl, Porree, Spinat, Winterzwiebeln und Wurzelgemüse. Eventuell mit Gemüsevlies abdecken.
  • Wintergrüne Kräuter (Bohnenkraut, Thymian, Lavendel), überstehen mit Fichtenzweigen abgedeckt den Winter.
  • Bei frostfreiem Wetter ist Zeit zum Veredeln der Obstgehölze.
  • Durch Aufhängen von Stanniolstreifen lassen sich Vögel davon abhalten, über die Knospen Ihrer Beerensträucher herzufallen.
  • Für einen optimalen Start nehmen Sie jetzt eine Bodenprobe: So erfahren Sie den Nährstoffgehalt im Gemüsegarten und wissen rechtzeitig vor dem Saisonstart, wie das Beet zu düngen ist.
  • Entfernen Sie nun rechtzeitig Leimringe, die Sie im Herbst an den Stämmen der Obstbäume angebracht haben. Achtung: Unter dem Leimring finden sich häufig Eigelege diese unbedingt mit einer Bürste entfernen!

Rasenpflege

  • Ein pH-Bodentest sagt Ihnen, ob Sie den Rasen kalken sollten (i. d. R. alle 2-3 Jahre). Kalk hebt den Säuregrad (pH-Wert) des Bodens und erhöht damit die Nährstoffaufnahme der Wurzeln. Achtung: Nach dem Kalken mindestens 4 Wochen warten, bis Sie das erste Mal düngen – andernfalls werden die Nährstoffe vom Kalk mobilisiert und vom Regen ausgewaschen.
  • Ansonsten gilt weiterhin: Rasen bei Bodenfrost nicht betreten, da die Halme dadurch Schaden nehmen.

Teichpflege

  • Heimische Wasserpflanzen sind völlig frosthart. Sie brauchen keinen Schutz. Auch Seerosen kommen bei einer Teichtiefe von etwa 50 cm gut durch den Winter. Der Teich braucht insgesamt keinen Frostschutz, wenn er tiefer als 60 cm ist. Eine Eisdecke schadet nicht.
  • Leben Fische in Ihrem Gartenteich, sollten Sie zumindest in einem kleinen Bereich die Teichoberfläche eisfrei halten, damit Faulgase entweichen können und Sauerstoff ins Wasser gelangt. Ist die Eisdecke schon geschlossen, schmelzen Sie mit heißem Wasser ein Loch hinein (Niemals mit dem Pickel ein Loch hineinhacken – die Druckwellen können Ihre Fische töten!).
  • Im Winter brauchen Sie Ihre Teichfische i. d. R. nicht füttern.
  • Laub, das spät von den Bäumen fällt oder vom Wind in den Gartenteich getrieben wird, und abgestorbene Pflanzenteile sollten Sie regelmäßig entfernen, ehe es zum Grund sinkt und dort Faulschlamm bildet.
  • Haben Sie viel Schnee geräumt? Das nahezu mineralfreie Schmelzwasser ist ideal, um den Teich aufzufüllen: Geben Sie einfach den Schnee (nicht von gestreuten Wegen!) in den Gartenteich – wenn er schmilzt, ist der Wasserspiegel wieder erhöht.

Zimmerpflanzen

  • Zimmerpflanzen haben im Winter mit dem geringen Tageslicht Probleme. Eventuell Pflanzenleuchten installieren.
  • Heizungsluft macht Zimmerpflanzen zu schaffen, sie werden anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Ein Luftbefeuchter oder regelmäßiges Besprühen mit Wasser hilft. Regelmäßig, aber zugfrei lüften!
  • Das Besprühen mit Wasser schränkt die Verdunstung ein und kommt vor allem Pflanzen in trockenen Räumen zugute.
  • Mit zunehmender Tageslänge brauchen Zimmerpflanzen wieder mehr Wasser.
  • Wenn Sie länger Freude an Schnittblumen haben möchten, sollten Sie zum Anschneiden der Stiele ein scharfes Messer verwenden. Ins Wasser hängende Blätter möglichst sofort entfernen, da sie sonst faulen. Stellen Sie die Blumenvasen nicht direkt neben Wärmequellen auf. Wer Schnittblumen über Nacht in den frostfreien Keller stellt, hat noch länger davon.
  • Sammeln Sie draußen Schnee (nicht von gestreuten Gehwegen!) und schmelzen ihn im Haus zu wertvollem Gießwasser: Das mineralarme Wasser ist ideal als Gießwasser – erst bei Zimmertemperatur verwenden!

Auf der Blumenerde von Zimmerpflanzen oder Topfpflanzen im Winterquartier bildet sich im Winter schnell Schimmel (hohe Luftfeuchtigkeit, zu viel gegossen). Entfernen Sie die schimmelbefallene Erdschicht, lockern das Pflanzsubstrat auf und geben feinen Sand (Vogelsand, Spielsand) obenauf.

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