Gartenarbeiten

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Vom Pflanzenschutzamt Berlin wird in zeitlichen Abständen ein
Berliner Gartenbrief „Tipps für den Haus- und Kleingarten“ herausgegeben.

Dieser kann direkt im Internet unter
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/tipps/

eingesehen werden.
Gartenbriefe
Gartenbrief Nr 12-18
Gartenbrief Nr 11-18
Gartenbrief Nr 10-18
Gartenbrief Nr 09-18
Gartenbrief Nr 08-18
Gartenbrief Nr 07-18
Gartenbrief Nr 06-18
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Gartenbrief Nr 01-18
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Durch Recherche im Internet werden durch den Bezirksgartenfachberater
Stephan Jatzev monatliche Gartentipps erarbeitet. 
Gartentipps Monat Juli
  • Allgemeine Tipps
  • Gewächshäuser und Wintergärten regelmäßig lüften und schattieren.
  • Eigentlich brauchen heimische Gartengehölze nun kaum Pflege – ihnen reichen die natürlichen Niederschläge. Allerdings sind flach wurzelnde Kulturpflanzen im Zier- und Gemüsebeet auf tägliches Gießen angewiesen.
  • Dabei gilt: Lieber selten durchdringend gießen als täglich nur ein bisschen. Lediglich an heißen Tagen ist tägliches tiefgründiges Wässern wichtig. Vergessen Sie nicht Ihre Kübelpflanzen! Am besten mit Regenwasser aus der Zisterne oder Wasser aus dem Brunnen verwenden.
  • Sommerzeit ist Mückenzeit: Um bei der nächsten Grillparty nicht zerstochen zu werden, sollten Sie alle „wilden“ stehenden Gewässer im Garten (Vogeltränken, Wassereimer, leere Pflanzgefäße, …) trocken legen und die Regentonne abdecken, um Stechmücken keine Brutstätten zu bieten
  • Eigentlich sollte die Schneckenplage nun langsam nachlassen, wenn Sie rechtzeitig im Frühjahr mit der Schneckenabwehr begonnen haben. Nun können Sie die Schneckenbekämpfung ruhig den natürlichen Feinden der Schnecke überlassen: Blindschleichen, Eidechsen, Enten, Igel, Kröten, Laufkäfer, Spitzmäuse und – Glühwürmchen! Die Larven der Glühwürmchen ernähren sich in erster Linie von Schnecken, die sie auf deren Schleimspuren verfolgen.
  • Maulwurfhügel sind lästig, aber für den Gärtner auch ein kostbares Geschenk: Maulwürfe sind ein Beweis für reges Bodenleben, vor allem für Regenwürmer. Diese kostenlose und bestens aufbereitete Erde schaufeln Maulwürfe nach oben. Nutzen Sie die lockere Erde für selbst gemachte Blumenerde.
  • Nach der Blüte bilden auch viele Zierpflanzen Früchte und Samen, die sich zum Vermehren eignen: Ringelblumen, Mohn, Fingerhut, Lichtnelken, Königskerzen können Sie so günstig vermehren.
  • Die Sonnenblume wächst so schnell und üppig wie kaum ein anderer einjähriger Sommerblüher: Im Sommer laben sich Bienen und Insekten an ihr, im Winter ernährt sie heimische Vogelarten. Noch ist Zeit, die attraktive Blume an einem sonnenverwöhnten Platz im Garten auszusähen!
  • Die trockene, warme Witterung ist ideal, um den Komposthaufen umzusetzen und zu wenden: Legen Sie aus dem noch nicht verrotteten Material einen neuen Komposthaufen an (ggf. Kompoststarter, Hornmehl, Gesteinsmehl oder Agenkalk zugeben). Die hohen Sommertemperaturen beschleunigen die Rotte, sodass zum Frühjahr wieder frischer Humus für die Beet-Neuanlage zur Verfügung steht.
  • Bäume & Sträucher
  • Buchsbaum und Heckengewächse sollten nun in Form geschnitten werden: Die Hauptwachstumsphase ist vorbei, sodass der Formschnitt auch bis zum Saisonende erhalten bleibt. Außerdem besteht keine Gefahr mehr, dass Sie beim Heckeschneiden brütende Vögel stören.
  • Citrusarten und Olivenbäumchen müssen vor dem Gießen erst trockengefallen sein: Ist die Blumenerde etwa 4 cm tief ausgetrocknet, ist der richtige Zeitpunkt, um erneut zur Gießkanne zu greifen (Regenwasser verwenden!).
  • Kletterpflanzen wie Knöterich, wilder Wein oder Efeu sind sehr wuchsfreudig: Schneiden Sie störende Triebe der Rankpflanzen daher bei Bedarf mehrmals im Jahr zurück.

Obst & Gemüse

  • Im Gemüsegarten nun regelmäßig hacken und wässern (am besten morgens, nie austrocknen lassen): Empfindliche Gewächse wie Tomaten, Gurken, Paprika und Melonen stets nur mit abgestandenem, temperiertem Regenwasser gießen.
  • Nach der Ernte der im Frühjahr gepflanzten Gemüse nur passende Folgekulturen nachsähen oder –pflanzen (Fruchtfolge beachten).
  • Kurzzeitkulturen wie Salat, Kohlrabi oder Rettich können noch gepflanzt werden. Außerdem muss schon Wintergemüse wie Endivien, Feldsalat und Spinat in die Erde. Auch beginnt die Aussaat von Erbsen, Spinat, Rote Beete, und Chicorée.
  • Tomatenpflanzen unten entlauben, um die Ausbreitung von Pilzkrankheiten zu verhindern. Regelmäßig Geiztriebe entfernen.
  • Schützen Sie Blumenkohl nun vor starker Sonneneinstrahlung, damit er möglichst lange appetitlich weiß bleibt, sollten Sie die Blume jetzt  schützen.
  • Beerenobststräucher können Sie nun leicht durch Stecklinge vermehren.
  • Reife Erdbeeren, Kirschen und Johannisbeeren regelmäßig abpflücken, um Platz für die restlichen Früchte zu schaffen und Fäulnis zu verhindern. Ggf. Bäume und Sträucher gleichzeitig sanft auslichten.
  • Schwer an ihren Früchten tragende Äste von Apfel- und anderen Obstbäumen mit Stäben abstützen.
  • Reduzieren Sie nun den Behang am Apfelbaum: Entfernen Sie alle Früchte, die zu klein, schorfig, angefressen oder beschädigt sind. So entwickeln sich die verbleibenden gesunden Äpfel besser.
  • Fallobst, in dem der „Wurm steckt“, muss weg: Sind Äpfel von der Larve des Apfelwicklers befallen, wirft der Baum sie ab. Damit die Larven nicht aus dem Fallobst herauskrabbeln, am Baumstamm hochkriechen und sich dort unter der Rinde verpuppen, müssen Sie das Fallobst auflesen und entfernen. Praxistipp: Für Vögel und Igel ist das wurmbefallene Obst ein willkommenes Fressen. Legen Sie die Früchte weit entfernt vom Apfelbaum für die Gartentiere aus.
  • Wespenfraß an reifen Pflaumen und Mirabellen verhindern Sie mit in den Baumkronen aufgehängten Fangflaschen. Die Wasserflaschen gefüllt mit Zuckerwasser und Essig müssen vor der Fruchtreife im Baum positioniert sein!
  • Frische Gartenkräuter kurz vor der Blüte ernten – am besten morgens, nachdem der Tau verdunstet ist.
  • Bei Oregano und Thymian mit der Ernte noch warten, bis die hellvioletten Dolden aufgeblüht sind.
  • Nun können Sie Rosmarin durch Stecklinge vermehren: Einfach die jungen Triebspitzen abschneiden, die unteren Blättchen entfernen und Trieb in feuchte Anzuchterde stecken. Steckling feucht halten und im Frühbeetkasten warm halten (regelmäßig lüften). Nach 4-8 Wochen können Sie die Kräuterpflanzen in größere Töpfe vereinzeln.

Rasenpflege

  • Zurzeit muss der Rasen einmal pro Woche gemäht werden, wenn das Schnittgut aufgefangen wird. Verwenden Sie einen Mulchmäher, sind zwei Schnitte die Woche nötig.
  • Mähen Sie den Rasen im Hochsommer nicht zu kurz (4 bis 5 cm Halmlänge auf sonnigen Flächen, 7 cm im Schatten). Die Pflanzen verlangsamen jetzt ihr Wachstum ohnehin und außerdem beschatten längere Grashalme die Erde und senken so Verdunstung und Wasserbedarf des Rasens.
  • Sprengen Sie bei längeren Trockenperioden den Rasen, achten Sie darauf, dass das Wasser gründlich versickert und nicht gleich oberflächig verdunstet (am besten früh morgens wässern): Mindestens 15 cm tief muss die Erde nach dem Rasensprengen durchfeuchtet sein (mit dem Spaten kontrollieren!).
  • Bereiten Sie Ihren Rasen auf Ihren Urlaub vor: Bei einer Schnittlänge von 6-7 cm übersteht er auch längere Trockenzeiten. Praxistipp: Liegt Grasschnitt (Mulchmäher verwenden) auf dem Rasen, reduzieren Sie die Verdunstung und versorgen Ihren Rasen mit biologischem Langzeitdünger während Ihrer Abwesenheit.
  • Nach dem Urlaub ist der Rasen je nach Witterung zum Teil bis über 15 cm Halmlänge angewachsen: Kürzen Sie den Rasen in zwei Schritten – zunächst auf etwa 8 cm, dann auf die klassischen 3-5 cm Halmlänge.
  • Dabei erkennen Sie auch leicht, ob Sie das Mähmesser nachschleifen müssen: Sind die Schnittränder der Halme ausgefranst oder gar ganze Grasbüschel ausgerissen, wird es Zeit das Rasenmähermesser zu schärfen.

Teichpflege

  • Die Gefahr des Umkippens ist im Hochsommer bei stehenden Gewässern besonders hoch: Daher sollten Sie regelmäßig die Wasserwerte kontrollieren (Karbonathärte und pH-Wert), die Wassertemperatur messen (über 22 °C kaltes Wasser nachfüllen) und Wasserspiegel überprüfen (bevorzugt nährstoffarmes Regenwasser verwenden).
  • Hohe Sonneneinstrahlung und Wassertemperaturen plus Nährstoff-Überangebot führen nun zu explosionsartigem Algenwachstum. Sofortmaßnahme: Fadenalgen abfischen und Filterpumpe 24 Stunden laufen lassen. Langfristig senken starkzehrende Schwimm- und Unterwasserpflanzen wie Froschbiss, Seekanne, Hornblatt und Nadelsimse die Nährstoffkonzentration im Wasser und entziehen den Algen die Lebensgrundlage.
  • Praxistipp: Teichmuscheln, sogenannte Mollusken (Weichtiere), filtern Schwebstoffe aus bis zu 400 l Wasser – pro Tag! 3- 4 Teichmuscheln genügen i. d. R. um den Gartenteich biologisch zu klären. Wichtig: Teichmuscheln brauchen einen Teichgrund aus feinem Sand, um sich einzugraben.
  • Reichern Sie den Teich nun mit Sauerstoff an: Wasserspiele, Springbrunnen, Bachläufe beleben und belüften das Wasser und wirken so der Algenbildung entgegen und bietet Ihren Teichfischen einen gesunden Lebensraum.
  • Die Filterpumpe leistet im Sommer Schwerstarbeit: Kontrollieren Sie die Pumpe und säubern Sie wöchentlich den Filter. So verlängern Sie die Lebensdauer Ihrer Teichpumpe.
  • Entdecken Sie an Ihren Seerosen Blattlausbefall, hilft nur Blatt abschneiden (oder Tiere absammeln) und im Müll entsorgen, denn Pflanzenschutzmittel sind für den Einsatz in Gewässern nicht erlaubt. Praxistipp: Die Seerosenblattlaus überwintert an Pflaumenbäumen. Daher sollten diese nicht in der Nähe von Teichen stehen.

Ziergarten

  • Im Juli kann bei Stauden sogenannter „Kuckucksspeichel“ (ein schaumiger, blasenartiger Befall) auftreten. Die Larven der Schaumzikaden saugen an den Pflanzen, doch der Schaden ist bis auf die optische Beeinträchtigung gering. Entfernen Sie einfach die befallenen Stellen und entsorgen Sie die geschädigten Pflanzenteile im Müll (nicht kompostieren!).
  • Werden die Blüten des Sommerflieders trocken und braun, sollten Sie die verblühten Rispen sofort entfernen, um die Pflanze zur Bildung neuer, blühender Seitentriebe anzuregen.
  • Das Mulchen der Beete mit Rasen-Schnittgut spart Wasser. Beim Gießen am besten Regenwasser aus der Regentonne verwenden.
  • Haben Sie im Frühling Bodendecker wie Efeu oder Johanniskraut gepflanzt, müssen diese nun kräftig zurückgeschnitten werden, damit sich deren Triebe verzweigen und schnell einen dichten Teppich bilden und nicht in die Höhe wachsen. Je schneller der Bodendecker die Fläche schließt, desto weniger Chancen hat Unkraut.
  • Zierlauch bringt nun kräftig Farbe ins Staudenbeet: Seine großen, violetten Blütenkugeln geben aber auch in der Vase ein gutes Bild ab.
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