Gartenarbeiten

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Vom Pflanzenschutzamt Berlin wird in zeitlichen Abständen ein
Berliner Gartenbrief „Tipps für den Haus- und Kleingarten“ herausgegeben.

Dieser kann direkt im Internet unter
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/pflanzenschutz/tipps/

eingesehen werden.
Gartenbriefe
Gartenbrief Nr 05-18
Gartenbrief Nr 04-18

Gartenbrief Nr 03-18
Gartenbrief Nr 02-18

Gartenbrief Nr 01-18
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Durch Recherche im Internet werden durch den Bezirksgartenfachberater
Stephan Jatzev monatliche Gartentipps erarbeitet. 
Gartentipps

 

April
  • Schnecken überwintern im Boden: Wird es nun wieder warm schlüpfen die Jungtiere aus ihren Eiern und machen sich über Obst & Gemüse her. Sie können Ihre Jungpflanzen per Abdeckung schützen oder bereits bei der Aussaat Schneckenkorn streuen. Je mehr Schnecken der ersten Generation verenden, desto leichter halten Sie sich eine Schneckenplage vom Hals.
  • Entfernen Sie auch altes Laub zwischen Ihren Stauden. Hier verstecken sich Schneckeneier und Jungtiere.
  • Ganz ohne Gift: Legen Sie Bretter zwischen die Beete und sammeln morgens die Schnecken darunter ein.
  • Kübelpflanzen schützen Sie vor Schneckenbefall, indem Sie Töpfe und Kübel einige Mal mit blankem Kupferdraht umwickeln.
  • Viele Pflanzen brauchen nährstoffreiche, durchlässige Böden, die gut Regenwaser speichern können: Schwere Lehm- oder Tonböden, die Regenwasser nur langsam versickern lassen, sollten Sie unbedingt auflockern (umgraben) und dabei gleich mit Sand, Kompost oder Torf anreichern, um den Boden zu verbessern. Gesteinsmehl sorgt für Spurenelemente. Sandige Böden können Sie mit Kompost und gut abgelagertem Rinderdung anreichern, damit der Boden länger Wasser und Nährstoffe speichert.
  • Wildbienen, Florfliegen, Marienkäfer und Schlupfwespen sind wertvolle Nützlinge im Garten: In gebündelten hohlen Holunderzweigen, kräftigen Schilfrohrstängeln oder speziellen Insekten-Pensionen finden sie Unterschlupf.
  • Hoch wachsende Stauden wie Rittersporn oder Astern brauchen eine Stütze, damit sie bei Regen und Sturm nicht abknicken: Bambusstäbe sind dafür gut geeignet. Dekorative Aufsätze aus Terrakotta entschärfen die Verletzungsgefahr an deren spitzen Enden.
  • Warten Sie Ihren Benzinrasenmäher vor dem ersten Einsatz: Füllen Sie frisches Öl für den Motor ein erneuern Sie den Luftfilter. Am besten schärfen Sie auch das Messer nach.
  • Kalkhaltiges Leitungswasser hinterlässt an Ton- und Terracottatöpfen Kalkränder. Jetzt beim Umtopfen ist ein günstiger Moment, die Ablagerungen zu entfernen: Befeuchten Sie eine harte Bürste und streuen Sie eine Handvoll Salz auf den Belag – unter kreisenden Bewegungen schmirgelt das Salz die Verkrustungen ab.
  • Bäume & Sträucher
  • Sind die Blätter vom Kirschlorbeer braun und vertrocknet, handelt es sich meist um Frostschäden. Abhilfe schaffen ein kräftiger Rückschnitt und Koniferendünger.
  • „Auf den Stock setzen“ – also das radikale Zurückschneiden bis ins alte Holz – ist bei schütteren Laubgehölzhecken meist die letzte Chance, um die durch falsche Pflege löchrig gewordene Hecke zu retten! Als Faustregel gilt: zwei Drittel in Höhe wie Breite abschneiden. Lücken in der Hecke können Sie jetzt mit Neupflanzungen füllen.
  •  Forsythien, Zier-Johannisbeeren und einige andere Frühjahrsblüher sind ab Mitte April bereits verblüht. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Sträucher mit der Gartenschere auszulichten, damit sie nicht überaltern und neue Blütentriebe fürs nächste Jahr bilden. Entfernen Sie großzügig alle alten Äste, um den nachwachsenden Jungtrieben die Chance zu geben, sich zu entwickeln.

 

Obst & Gemüse

  • Bei mildem Wetter ist Aussaat– und Pflanzzeit für Gemüse (Rettiche, Radieschen, Rote Beete, Erbsen, Chicorée, Kopfsalat, Kohlrabi und alle frühen Kohlarten) und Sommerblumen: Frostempfindliche kommen erst im Mai ins Freie. Das Abhärten der Jungpflanzen aus dem Gewächshaus oder Frühbeet  an der frischen Luft fördert deren Stabilität und Resistenz.
  • Kohlpflanzen aus dem Gewächshaus sind nun kräftig genug, um ins Freiland-Beet umgesetzt zu werden. Achten Sie auf genügend Abstand in der Reihe wie auch zur nächsten Riege: 40 bis 60 Zentimeter je nach Sorte.
  • Steckzwiebeln vor dem Pflanzen über Nacht in zimmerwarmem Wasser einweichen: So bilden sie früher Wurzeln und wachsen im Beet schneller an. Wichtig: Beim Pflanzen fest andrücken!
  • In milden Regionen können Sie ab Anfang April Kartoffeln pflanzen. Legen Sie die Pflanzkartoffeln an einen sonnigen Platz mit lockerem, nährstoffreichem Boden in maximal zehn Zentimeter tiefe Erdmulden. Vorsicht bei vorgekeimten Kartoffeln: Nur vorsichtig mit Erde bedecken, damit die weichen Keime nicht abbrechen!
  • Tomaten aus der Aussaatschale müssen nun dringend vereinzelt (pikiert) werden, sobald sie die ersten richtigen Blätter entfalten: Heben Sie die Wurzeln vorsichtig mit einem Pikierholz aus der Erde und setzen Sie sie einzeln in kleine Töpfe mit Gemüseerde.
  • Mischkulturen sind auch unter Glas zu empfehlen: Kopfsalat und Gurken vertragen sich mit Buschbohnen. Fruchtfolge beachten.
  • Wer im Herbst saftige Kürbisse ernsten will, muss jetzt schon handeln: Auf der Fensterbank oder im Frühbeetschrank (garantierte Temperatur dauerhaft über 20 °C). Ab Mitte Mai können die Sämlinge ausgepflanzt werden. Viele Nährstoffe und ausreichend Wasser sind die Voraussetzung, um im Herbst große Früchte ernten zu können.
  • Vorgezogene Kräuter (von der eignen Fensterbank oder aus dem Gartenfachhandel) sollten Sie im April erst im Topf an einem mäßig sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Platz auf Terrasse oder Balkon abhärten, bevor Sie Kerbel, Salbei, Rosmarin, Majoran, Schnittlauch oder Zitronenmelisse ins Beet setzen.
  • Das Kräuterbeet braucht später einen sonnigen Platz im Garten mit durchlässigem, mäßig feuchtem und nicht zu nährstoffreichem Boden, da die meisten Kräuter werden umso aromatischer, wenn Wasser  und Nährstoffe eher knapp sind.
  • Achtung beim Rückschnitt von Thymian, Lavendel, Salbei, Bergbohnenkraut und Oregano. Diese Kräuter zählen botanisch zu den Halbsträuchern und verholzen deshalb an der Basis. Damit die Pflanzen wieder kompakt austreiben, sollten Sie sie im Frühjahr mit einer Heckenschere etwa eine Handbreit über dem Boden zurückschneiden. So bleiben die Pflanzen kompakt und schön buschig.
  • Rhabarberstängel, die ab Ende April erntereif sind, haben ein zartes Aroma. Ernten Sie aber stets nur ein Drittel der Stiel ab, um die Pflanze nicht zu schwächen. Blüten sollten immer sofort entfernt werden.
  • Damit Aprikosen und Pfirsichbäume Früchte tragen, dürfen ihre Blüten im März/April nicht durch späte Fröste geschädigt werden. Ideal ist ein windgeschützter sonniger Standort.
  • Obstbäume treiben gegen Ende des Monats verstärkt aus. Biegen Sie steil aufragende Triebe in die Horizontale (mit gewichten beschweren oder abbinden). So verlangsamen Sie das Wachstum und fördern zugleich die Blüten- und Fruchtbildung an diesem Zweig.

Rasenpflege

  • Ehe die Vegetationsphase des Rasens beginnt, sollten Sie vermooste Rasenflächen mit Moosbekämpfungsmitteln behandeln. Ist das Moos abgestorben, den Rasen vertikutieren und düngen. An kahlen Stellen Rasen neu aussäen oder Rollrasen verlegen.
  • Frost und Maulwürfe können dem Rasen zusetzen: Hügel und Senken im Rasen stören nicht nur die Optik, sie erschweren auch das Rasenmähen: Stechen Sie den Rasen an der unebenen Stelle kreuzförmig mit dem Spaten ab. Klappen Sie die Rasensoden vorsichtig um. Nun Erdhügel abtragen oder Mulden mit Erde auffüllen und Rasensoden wieder zurückklappen.
  • Verjüngungskur für Ihren Rasen: Rasen so kurz wie möglich mähen, Filz heraus vertikutieren (um die Belüftung der Wurzeln zu verbessern), Startdüngung und ggf. Rasensamen (vermischt mit Sand) ausbringen.

Teichpflege

  • Faulschlamm im Teich möglichst früh im Jahr entfernen, sonst befördern die aufgewühlten Schwebeteilchen das Algenwachstum. Faulschlamm auf den Kompost geben oder im Gemüsebeet unterharken!
  • Schneiden Sie alle Gräser und Stauden am Gartenteich auf eine Handbreit über dem Boden ab. Achtung: Neue Triebe, die aus der Erde kommen, nicht beschädigen!
  • Im Wassergarten können Sie gegen Monatsende Tiefwasser- und Uferpflanzen setzen. Substrat mit Steinen beschweren und im Teich versenken. Auf der Wasseroberfläche Schwimmpflanzen ansiedeln.
  • Die Algenblüte im Gartenteich ist im Frühjahr normal. Jetzt lässt sie sich leicht abfischen.
  • Müssen Sie Wasser nachfüllen, verwenden Sie nährstoffarmes Regenwasser, um das Algenwachstum nicht zusätzlich zu befeuern.
  • Wenn Sie Frischwasser zuführen müssen, sollten Sie es mit WasserAktivator nachbehandeln. Ebenso, wenn Sie mit dem Wassertest Karbonathärten unter 5° KH messen.
  • Die Wasseroberfläche sollten Sie mit einem speziellen Kescher von schwimmenden Pollen befreien. Mit einem Skimmer filtert die Teichpumpe den eiweißreichen Blütenstaub automatisch ab, ehe dessen Abbauprodukte! Nitrat und Nitrit den Teich belasten.
  • Sind keine Nachtfröste mehr zu erwarten, können Sie Teichpumpen, Teichfilter, Wasserspiele und Sprudelsteine wieder in Betrieb nehmen.
  • Mini-Teiche in Bottichen oder Kübeln können Sie jetzt bereits aufstellen und befühlen, damit das Wasser abstehen und sich erwärmen kann. Die Bepflanzung sollte erst im Mai erfolgen, wenn das Wasser warm genug ist.

 

Ziergarten

  • Frühlingsblüher wie Forsythien werden nicht im Herbst oder Winter, sondern direkt nach der Blüte ausgelichtet, dann bilden sie im Sommer wieder Blütentriebe fürs nächste Jahr. Entfernen Sie (ca. alle drei Jahre) etwa ein Drittel der alten, abgeblühten Hauptriebe dicht über dem Boden.
  • Früh blühende Stauden vertragen die Teilung nach dem Abblühen am besten.
  • Jetzt Gräser pflanzen, teilen und zurückschneiden: Ziergräser kurz vor dem Austrieb 10-20 cm über dem Boden zurückschneiden. Alte, verfilzte Horste sollten jetzt mit dem Spaten ausgegraben, in kleine Büschel geteilt und neu gepflanzt werden.
  • Von März bis Mai ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln und –Knollen, die im Sommer blühen: Frostharte Lilien können schon gleich nach dem Auftauen des Bodens in die Erde, empfindlichen Dahlien sollten Sie erst nach den Eisheiligen auspflanzen. Tipp: Graben Sie Ihre Sommerzwiebeln im Herbst wieder aus und lagern sie in einem kühlen und dunklen, frostfreien Raum in leicht feuchter Erde über den Winter.
  • Zwiebelblumen wie Narzissen und Tulpen sind Starkzehrer. Düngen Sie die Pflanzen mit Blaukorn und schneiden Sie verblühte Blütenstände zurück – das erhöht die Chance, dass die Zwiebeln im kommenden Frühjahr wieder austreiben.
  • Für buschig wachsende Stauden und Sommerblumen sorgt rechtzeitiges Pinzieren (Entspitzen): Kneifen Sie die Triebspitze einfach mit den Fingernägeln ab oder schneiden die geraden Triebe mit einer Schere über einem Blatt ab. So regen Sie die Bildung von Seitentrieben an.
  • Wenn Sie die Heide nach der Blüte zurückschneiden, entfernen Sie nur die Triebspitzen mit welken Knospen – niemals ins alte Holz schneiden.
  • Hortensien brauchen nun einen Rückschnitt: Wollen Sie kleine kompakte Sträucher, schneiden Sie abgeblühte Zweige auf 40-50 cm Astlänge zurück. Für große Hortensien-Büsche bis zu drei Metern Höhe dürfen Sie die Triebe im April um nur 10-20 cm einkürzen.
  • Bodendeckende Gehölze bleiben in Form, wenn sie jedes Jahr mit einer Heckenschere zurückgeschnitten werden.
  • Bei Rosen aus den Vorjahren Reisigabdeckung entfernen, abhäufeln sowie Vertrocknetes und Erfrorenes herausschneiden. Düngen.
  • Die Rosen wurzeln dicht unter der Erdoberfläche. Daher beim Unkrautjäten keine Hacke verwenden, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.
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